Bestens vorbereitet, wenn jeder Augenblick zählt. Trockenheit, Wind und schwer zugängliches Gelände: Vegetationsbrände können sich innerhalb kürzester Zeit ausbreiten und Einsatzkräfte vor große Herausforderungen stellen. Um für solche Einsätze bestmöglich vorbereitet zu sein, fand am 25. Juli 2026 bereits zum zweiten Mal die Flurbrand-Basisausbildung im Bezirk Ried statt.
Insgesamt 45 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden absolvierten den achtstündigen Lehrgang unter der Leitung des Bezirks-Fachbeauftragten für Vegetationsbrandbekämpfung, HBI d. F. Stefan Kroiß.
Besondere Gefahren erfordern besonderes Wissen
Längere Trockenperioden und hohe Temperaturen erhöhen auch in unserer Region das Risiko von Flur- und Waldbränden. Starker Wind kann die Flammen zusätzlich anfachen und dazu führen, dass sich ein Brand innerhalb kürzester Zeit großflächig ausbreitet.
Schwierige Zufahrtswege, unübersichtliches Gelände und eine begrenzte Löschwasserversorgung verlangen den Einsatzkräften dabei einiges ab. Entscheidend sind eine rasche Lagebeurteilung, die richtige Einsatztaktik und ein konsequenter Eigenschutz.
Von der Theorie direkt in die Praxis
Der Ausbildungstag verband fundiertes Fachwissen mit intensiven praktischen Übungen. Zu Beginn beschäftigten sich die Teilnehmer:innen mit der Entstehung, Ausbreitung und den besonderen Gefahren von Vegetationsbränden. Dabei wurden insbesondere die Einflüsse von Wind, Trockenheit und Gelände behandelt.
Anschließend ging es in die Praxis. Auf dem Ausbildungsprogramm standen unter anderem:
der sichere Einsatz von Feuerpatschen, Löschrucksäcken und D-Schläuchen
die Beurteilung von Windrichtung, Gelände und Brandausbreitung
taktische Vorgehensweisen bei Flur- und Waldbränden
die Löschwasserversorgung und der Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen
die Lageerkundung mithilfe von Kartenmaterial und Drohnen
die Zusammenarbeit mit Forstbetrieben, Landwirten und Behörden
die richtige persönliche Schutzausrüstung sowie die Versorgung der Einsatzkräfte
Unter möglichst realistischen Bedingungen konnten die Teilnehmer:innen unterschiedliche Geräte ausprobieren, taktische Abläufe trainieren und das zuvor vermittelte Wissen unmittelbar anwenden.
Eine Ausbildung mit Zukunft
Bereits die erste Flurbrand-Basisausbildung im Jahr 2025 stieß auf großes Interesse und durchwegs positive Rückmeldungen. Die erfolgreiche zweite Durchführung unterstreicht, wie wichtig dieses Ausbildungsangebot für die Feuerwehren des Bezirkes Ried ist.
Mit jedem geschulten Feuerwehrmitglied wächst das Wissen in den einzelnen Feuerwehren – und damit auch die Sicherheit und Schlagkraft bei künftigen Vegetationsbränden.
Danke für die erfolgreiche Durchführung
Ein besonderer Dank gilt HBI d. F. Stefan Kroiß, der als Lehrgangsleiter die Ausbildung organisierte und federführend durchführte.
Unser Dank gilt außerdem:
dem Waldbrandstützpunkt Frauschereck unter Kommandant Norbert Reisegger
Kommandant Karl Karrer von der FF Wildenau, der die Ausbildung mit dem Waldbrandsimulator unterstützte
allen Ausbilder:innen, den unterstützenden Feuerwehren sowie sämtlichen Mitwirkenden, die diesen intensiven und lehrreichen Ausbildungstag ermöglichten
Gemeinsam trainieren. Gemeinsam vorbereitet sein. Gemeinsam sicher im Einsatz.